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So Leute,

ich hab leider nicht mehr genug Zeit, um euch noch einen ausführlichen Statusbericht zu geben; sind jetzt noch etwas mehr als 12 h bis zum Flug. 

Morgen Mittag um halb eins geht es los, erstmal 12 h nach Singapur. Dort bleiben wir einen Tag und fliegen dann nochmal 7 h weiter nach Melbourne.  

 

PS: Für alle, die eine stündliche Aktualisierung erwarten: vergeßt es! Ich werde frühestens am Wochenende dazu kommen, was zu schreiben.^^

22.4.14 22:28, kommentieren

Grüße aus Melbourne

Hallo Leute, 

so, nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir wohlbehalten in Melbourne angekommen. Unsere Wohnung hat sich zum Glück nicht als die sattsam bekannte "Katze im Sack" entpuppt, sondern wir sind damit eigentlich ganz zufrieden, auch wenn es natürlich den ein oder anderen Makel gibt.

Hier ist es gerade 21 Uhr und da ich immer noch (bzw. nach Singapur schon wieder) am Jetlag leide,  werde ich mich auch relativ kurz fassen und versuchen, morgen einen ausführlicheren Bericht abzugeben.

Bis dahin.

26.4.14 13:08, kommentieren

Eine Reise, die ist lustig, eine Reise, die ist schön...

So Leute,

dann wollen wir mal chronologisch vorgehen und erstmal die Anreise zusammenfassen.

Wir sind mit Singapore Airlines von Frankfurt nach Singapur geflogen (12 h), sind dort am Do Morgen um 6.30 Uhr Ortszeit angekommen und am folgenden Tag um 21 Uhr weitergeflogen, für 7 h nach Melbourne, wo wir wiederrum gegen 6.30 Uhr Ortszeit gelandet sind. 

 

Der Hinflug nach Singapur war eine echte Abwechslung, wenn man sonst nur die Billigflieger nach Mallorca kennt: Getränke (auch Alkoholische) umsonst, zweimal Essen und mehrmals Snacks zwischendurch und das Ganze in einem Airbus A 380, bei dem man kaum das Gefühl hat, in einem Flugzeug zu sein, so groß ist der. Aber das Beste war: das Flugzeug war nur etwa halb besetzt, ergo konnte man es sich ein bisschen bequemer machen und gerne auch mal zwei, drei Stühle auf einmal in Beschlag nehmen.

Leider wollte es mit dem Schlafen trotzdem nicht so ganz passen, so dass wir schließlich, als wir am Changi Flughafen Singapur angekommen sind, völlig übermüdet waren (und das, wie gesagt, um 6 Uhr Ortszeit). Haben uns dann entschlossen, noch ein wenig herumzulaufen, in der Hoffung, den Tag zu überstehen, was wir natürlich nicht geschafft haben. Haben dann doch mittags von 15-18 Uhr ein Nickerchen gemacht und uns gezwungen, bis ca. 22 Uhr wach zu bleiben, und am nächsten Tag hatten wir uns soweit an die Zeitumstellung gewöhnt.

26.4.14 13:34, kommentieren

Noch nie in Singapur gewesen?!

Abgesehen davon, dass man dort lernt, dass man Frauen mit Atemproblemen erstmal aus ihrem Korsett schneiden muss, hat Singapur noch viel mehr zu bieten. 

Das Wetter zählt dabei nicht unbedingt zu den Vorteilen der Stadt; denn während es draußen um die 30°C mit gefühlter 100% Luftfeuchtigkeit hat, wird man, sobald man Geschäfte, die MRT oder das Zimmer betritt, von einer Klimaanlagen-Atmosphäre mit geschätzten 10°C umfangen. Wie man dieses Wechselbad auf Dauer ertragen kann, ist uns ein Rätsel.

Sehr empfehlenswert dagegen ist der/die/das (?) Singapur Flyer, eines der größten Riesenräder der Welt (laut eigenen Angaben ist es sogar DAS Größte). Besucht haben wir außerdem Little India und Chinatown und die "Gardens by the bay", riesige Gewächshäuser (auch wenn es paradox erscheinen mag, dass man in den Tropen ein Gewächshaus baut).

Die Stadt an sich ist wirklich sehr schön, aber bei diesen klimatischen Verhältnissen nicht für einen längeren Aufenthalt geeignet - insbesondere, wenn man aus dem deutschen Winter kommt und danach in den australischen Winter weiterreist.

27.4.14 16:46, kommentieren

Eine Reise, die ist lustig, eine Reise, die ist schön... II

21 Uhr in Singapur los, 7 h unterwegs, Ankunft in Melbourne um 6.30 Uhr Ortszeit.

Klingt eigentlich ideal, um die Nacht im Flieger zu verbringen und am nächsten Tag ausgeruht zu sein, ist es aber leider nicht. Bis man das Nachtmahl bekommen hat, sind ca. 2 h vergangen. Dann werden zwar die Lichter gedimmt, aber nur 3 h lang, denn dann beginnt die Crew schon wieder damit, das sehr frühe Frühstück (gegen 4 Uhr morgens) zu bereiten, so dass man im Endeffekt wieder nicht zum Schlafen kommt. Außerdem war der Flieger diesmal vollbesetzt, so dass man nur im Sitzen schlafen konnte.

Kerstin hatte einen Bustransfer organisiert, der aber Samstags erst um halb zehn fährt, ergo haben wir übermüdet in Melbourne am Flughafen gesessen, bis wir eine weitere Stunde Fahrt auf uns nehmen konnten. 

Als wir schließlich in unserer Wohnung ankamen, war unsere Vermieterin schon da. Sie heißt Rashmi, stammt eigentlich aus Sri Lanka und war sehr nett und freundlich. Sie hat uns sogar im Auto mitgenommen, uns die Uni und Einkaufsmöglichkeiten gezeigt und sogar unsere Einkäufe heimgefahren. Wirklich sehr lieb von ihr, denn ohne Fahrrad oder Busticket in Melbourne einkaufen gehen zu wollen, ist aufgrund der großen Ausdehnung der Stadt sehr schwer. 

Wir haben versucht, die bereits in Singapur erprobte Schlafrhythmus-Umstellungs-Strategie anzuwenden, aber bisher leider mit mäßigem Erfolg, was man vielleicht daran sehen kann, dass ich diesen Eintrag um 1 Uhr Ortszeit mache.

Dabei sollte man beachten, dass zum Jetlag nicht nur Probleme beim Einschlafen zählen, sondern auch weitere Komplikationen, die sich aus einem veränderten Tagesablauf ergeben, wie etwa Appetitlosigkeit. Die zumindest ist jetzt aber wieder weg.

1 Kommentar 27.4.14 17:00, kommentieren

Erster Tag in Monash

"Sounds like there are Germans outside".

Mit diesem Satz wurden wir von meinem Professor, Patrick Perlmutter, empfangen, der gehört hatte, wie wir uns im Gang vor seinem Büro unterhielten. Leider können wir uns nicht mehr daran erinnern, ob wir Deutsch oder Englisch gesprochen haben.

Aber auch Professorin Mibel Aguilar, bei der Kerstin zu Gast sein wird, hat uns sogleich erkannt und herzlich begrüßt. 

Wir wurden dann ein wenig im Gebäude herumgeführt. Die beiden Arbeitskreise sind sehr nett und locker, so dass der Spaß bei der Arbeit sicher nicht zu kurz kommen wird. Der Rest des Tages ging dann größtenteils mit Warten auf irgendwelche Formulare vorbei. 

 

Mittags wollten wir in der Mensa essen - doch es gibt dort gar keine! Irgendwie merkwürdig, denn vom Gefühl her ist der Campus etwa so groß wie das Neuenheimer Feld in Heidelberg. Die Studenten hier haben aber Zugriff auf Mikrowellen und viele bringen sich das Essen selbst mit. Alternativ gibt es ein paar Cafés oder Schnellimbissbuden. Wir haben uns für nen Chinesen entschieden, der uns jedoch überhaupt nicht überzeugen konnte. Da verstehe ich, wieso sich die Leute lieber selbst verpflegen.

Und in diesem Moment, da wir dort auf dem Campus saßen und das Essen hinunterwürgten, geschah etwas Merkwürdiges: ich vermisste die Heidelberger Mensa. Ich hätte nie gedacht, dass ich das tun würde, aber so war es. Also: genießt das Essen, solange ihr noch könnt.

4 Kommentare 28.4.14 13:11, kommentieren

Für Zwischendurch

Hallo Leute,

Kerstin trifft sich erst am Do mit ihrer Professorin, und auch ich war heute nur kurz an der Uni. Bevor ich ins Labor darf, brauche ich eine Sicherheitsunterweisung. Die kann ich aber nur machen, wenn ich eine Uni-ID-Nummer habe. Die entsprechende Sachbearbeiterin ist heute aber nicht da. Schön bürokratisch, wie in Deutschland. ^^

Zumindest habe ich jetzt eine grobe Ahnung, was mein Thema sein wird (für die Fachkundigen unter euch: wird ne Retrosynthese eines Naturstoffs und vermutlich schaffen wir es auch, ne Goldkatalyse einzubauen) und habe heute ein bisschen Literaturrecherche machen können. 

Mein Prof hat übrigens gesagt, dass wir uns gestern auf Deutsch unterhalten haben und er die Sprache erkannt hat, auch wenn er selbst sie nicht spricht. Und er weiß auch, dass sein Name (Perlmutter) deutsch klingt, aber seine Familie kommt aus Rumänien, wenn ich richtig verstanden habe.

Was noch? Hm, ich hab immer noch wenig von Melbourne gesehen und somit auch kaum etwas, von dem ich Photos machen könnte. Aber vielleicht haben wir noch ein paar hübsche Bilder von Singapur, mal schauen. Und ein paar Anmerkungen zu Australien kann ich dann doch machen.

Erstens: Melbourne ist sehr weitläufig. Obwohl die Stadt etwa genausoviele Einwohner hat wie Singapur, ist sie doch mehr als zehnmal so groß (laut Wikipedia), was vermutlich daran liegt, dass es nur im Zentrum Hochhäuser gibt. Der Rest der Häuser besteht - wie unseres auch - gerade einmal aus dem Erdgeschoss, so dass es verständlich ist, dass man mehr Platz braucht. Leider bedeutet das auch, dass alle Wege weiter werden. Sowohl zum Einkaufen, als auch zu unserem Institut sind es jeweils gute 2 km, so dass man 20-30 min zu Fuß unterwegs ist. Busse fahren hier zwar oft (wenn auch nicht unbedingt pünktlich), sind aber auf Dauer doch zu teuer, weil wir keine Studententickets bekommen können. Darum sind wir auf der Suche nach Fahrrädern.

Zweitens: man merkt schon, dass man woanders ist. Das fängt dabei an, dass die Vögel ganz andere Geräusche machen. Auch die Sonne geht, wie bereits erwartet, von Ost nach Nord zu West. Und natürlich sprechen alle Englisch. Das geht aber doch ganz gut zu verstehen, auch wenn gerade die Australier da schon einen ordentlichen Dialekt draufhaben. Ich verstehe den Austauschstudenten aus England besser als die Einheimischen. 

Drittens: das Wetter. Das muss ich unbedingt erwähnen, denn jeder hier spricht einen gleich darauf an. Wenn ihr also mal mit irgendwem über Melbourne redet, dann beeindruckt ihn/sie, indem ihr sagt: "Jaja, das kenne ich. In Melbourne hat man vier Jahreszeiten an einem Tag. Im ersten Moment scheint die Sonne, danach regnet es, dann wird es frisch und stürmisch und dann...".

3 Kommentare 29.4.14 15:54, kommentieren